Implantat, Schmerzen,

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Michael am 09.11.2014:

Ich habe seit Monaten Probleme mit einem Vorderzahn (2er). Dieser war ein wurzelbehandelter Zahn mit Stift Krone, war ca 10 Jahre problemlos im Gebiss. Im Juni 2014 brach der Stiftzahn. Dieser kam samt dem Stift aus dem Kiefer. Der Rest blieb im Kiefer. Ich habe den Zahn am nächsten Tag von einem Zahnarzt refixieren lassen (mein Zahnarzt war nicht erreichbar). Nach zwei Stunden hatte ich das gute Ding wieder in der Hand. Am nächsten Tag probierte es mein Zahnarzt, ebenfalls mit überschaubarem Erfolg. Es hielt zwei Tage. Ich klebte das gute Stück mit Superkleber hinein. Mein Zahnarzt hatte nichts dagegen, ich hielt ihn informiert. Allerdings sollte ich darauf aufpassen, dass keine Klebstoffreste das Zahnfleisch berühren. Die Sache hielt erstaunlich gut 2 Wochen, dann war das Extrahieren des Zahnrestes angesetzt.
Schon beim Einspritzen oberhalb des Zahnes hatte ich Schmerzen beim Einstechen. Die Extraktion war problemlos, aber mit Schmerzen am 1er verbunden. Dieser ist wurzelbehandelt und seit mittlerweile ca 2 Jahren wurzelspitzenresiziert, reagierte aber. Das Herausziehen spürte ich stark (nur) am 1er., auch in den folgenden Tagen.
Vielleicht ist beim Ziehen des 2er-Zahnstumpfes ein Nervenrest, eine dort nicht erkannte Entzündung oäm zurückgeblieben - und wenn man dann ein Implantat einbringt, geht es los, siehe gleich.
Nach 2 Monaten, genau am 4.9.2014 erfolgte die Setzung eines Implantates, Reintitan. Auch hier tat das Einspritzen besonders weh oberhalb des Implantatsionsgebietes bzw des 1ers.
Die Schmerzen kamen am Abend, wurden in den nächsten Tagen immer stärker. Der 1er war klopfempfindlich, selbst bei leichtem Klopfen mit dem Fingernagel. Beissen konnte ich, ein Druckschmerz war nicht feststellbar am 1er. Kalt und Warm vertrug ich gut. Ich musste starke Schmerzmittel für ca 14 Tage nehmen (Ibuprofen 600, 3x1, nach einige Tagen zusätzlich Novalgin; Dalacin 2x1 zur Abschirmung). Der 1er blieb die ganze Zeit das Problemkind und klopfschmerzaffin. Nach 22 Tagen (am 26.9.) fiel das Implantat schmerzfrei aus dem Kiefer, ummantelt mit Bindegewebe. Der 1er und das Gebiet oberhalb des 2ers, das die ganze Zeit selbst auf leichte Berühungen auf der Lippe/neben der Nase mit Schmerzen reagierte- ich schob das auf einen Schmerz infolge der Spitze -, war in der Sekunde beruhigt. Keine Schmerzen mehr. Keine weitere Behandlung des Wundkanals bzw des OP-Gebiete notwendig laut Zahnarzt. Nur warten. Am 6.11. zweiter Implantierversuch.
Die genaue Chronologie des Geschehens seit Mittwoch:
Mi 5.11. Blutbefund, alles geradezu einzigartig perfekt. Selten, so ein Blutbild (lt meiner Frau, Internistin). Ua perfekte Blutsenkung.
Do 6.11. zweiter Implantatversuch. Wieder tut bereits die Injektion oberhalb 1er/2er sehr (!) weh. Offenbar ist dort eine Reizung/Entzündung. Ab dann wieder identer Verlauf wie beim ersten Mal: Schwere Schmerzen, Symptome exakt ident. 1er plötzlich wieder stark klopfempfindlich (ohne Implantat: nichts). Das Setzen war mit einem Eindruck einer ordentlichen Spannung im Knochen verbunden. Unmittelbar nach der Implantation kamen die Schmerzen. Am Abend war es halbwegs erträglich mit Ibuprofen.
Fr 7.11. wachsen mir nachmittags die pochenden und ziehenden Schmerzen, insbes die Klopfbeschwerden des 1ers und die Druckempfindlichkeit oberhalb des Implantationsgebietes "über den Kopf". Klopfempfindlichkeit sehr stark, aber wie ich dann lernen musste ein Nichts gegen das Op Gebiet im oberen Bereich. Nehme täglich bereits 3x2 Novalgin, 3x1 Ibuprofen 600, dazu Parkemed/Deflamat usw. Antibiotikum Dalacin 2x1. Nach Telefonat mit anderem Zahnarzt (Notdienst) Erhöhung sofort auf 4x1 Dalacin. Um 22:00 pocht es wieder heftig, ich nehme den Notdienst am Freitag 22:15 in Anspruch.
Am Röntgen kein Befund, weder bei 1er noch bei Implantat, sitzt gut, nichts perforiert, keine Schatten etc. Der 1er - bereits wurzelbehandelt und vor ca 2 J wurzelspitzenresiziert - wurde nun beim Notdienst - wie bei einer Wurzelspitzenresektion - wieder im Kiefer oben aufgebohrt. Sozusagen Nachschau wegen der alten Wurzelspitzenresektion. Dort sei alles vernarbt gewesen. Aber nichts Entzündliches zu finden. Weder am Röntgen noch bei Eröffnung des Kiefers ein Befund. Das sagte auch mein behandelnder Arzt immer wieder: der 1er hat nichts.
Es ist mittlerweile 23:30. Eröffnung Kiefer bringt trotz starker Indikation, dass der 1er Schuld sei, kein Ergebnis. Arzt präpariert langsam und vorsichtig weiter Richtung Implantat. Schmerzen steigen radikal an. Spritzen werden immer schmerzhafter je näher man oberhalb des 2ers ist. Kreislauf kollabiert fast beim - oberflächlichen (?) Schnitt ins Implantatgebiet. Kreislauf weg, kreidebleich, Atmung außer meiner Ingerenz, ich habe Arme u Beine in die Höhe gerissen und war dann fast weg. Habe Minuten gebraucht, bis ich halbwegs beruhigt war und wieder ruhig atmen konnte. Dann Schüttelfrost. Das Ganze nach bzw während insgesamt 7 (!) Ampullen Injektionen. Trotz Novalgin und Ibuprofen. Es war ein unfassbarer, nie dagewesener Schmerz beim Schnitt ins Gebiet beim Implantat. Minderung der Schmerzen dann für kurze Zeit, als der komplette Nerv oberhalb lahmgelegt wurde (angeblich an weißen Stellen im Bereich Oberlippe/Nase erkennbar).
Überweisung des Notdienstes ins Wiener AKH, Kieferchirurgie. Meine Frau macht meinen Transfer um ca 1:00 ins AKH, sie kennt dort die Leute. Am Weg klappe ich wieder fast zusammen. Rollstuhl erforderlich. Begutachtung durch Kieferchirurg. Kein Röntgen, keine echte Aufnahme, etc. Kieferchirurg schaut dem Gaul ins Maul, und will diesen nicht geschenkt haben. Sofortdiagnose "Implantitis", Antibiotika. Dalacin sei für Kindergeburtstage, aber hier vollkommen sinnlos. Um 3 Uhr komme ich wieder daheim an- mit Tramadol und Avelox 400. Kiefer oberhalb 1er, Richtung 2er nach wie vor offen gelassen, Jodstreifen drinnen. Implantat muss laut dem Diensthabenden zu 99% wieder raus operiert werden (sagte auch Notzahnarzt und ein Kieferchirurg den ich am nächsten Tag aufsuchte; dieser vermutet allerdings eine Unverträglichkeit) Vermutlich eine Entzündung der Beinhaut bzw im Kieferknochen. Die neuen AB sollen angeblich rasch Linderung der Problematik bringen. Das Implantat solle der implantierende Zahnarzt entfernen, weil er genau wisse, welches Produkt es sei. Dann solle das ganze Gebiet gelasert werden zur Beseitigung von Bakterien. Und dann über Monate ausheilen.
Tramadol spritzt mir meine Frau. Nach ungefähr einer Stunde endlich einschlafen. Ab 7 Uhr wieder wach. Weitere Schmerzmittel (siehe oben). Situativ aber Besserung im Laufe des Tages.
Sa 8.11.,. 17 Uhr Begutachtung durch einen anderen Kieferchirurgen. 3D-Röntgen, wird im Detail Zahn für Zahn und nach Schichtebenen begutachtet. Drucktest auf Implantat (Längsachse): vollkommen schmerzfrei. Druck von Lippe auf Implantat (Querachse) sehr starker Schmerz. 1er: wieder Klopfempfindlichkeit. Aber auch kein Befund. Streifen aus Oberkiefer wird entfernt, schmerzfrei.
Recht ruhige Nacht (nur Ibuprofen und Novalgin). 1er ist immer noch klopfempfindlich und das Zahnfleisch bzw die Lippe darf ich im Bereich des Implantats nicht berühren (das dürfte die Stelle sein, an der ich beim Notdienst "etwas" "empfindlich" war). Das Implantat sitzt nach meinem Eindruck sehr fest, ist nach dem Test des Kieferchirurgen in keiner Form von unten – also in „Bissrichtung“ - belastungsdruckempfindlich (er drückte sehr fest drauf, nahezu schmerzfrei). Die Ursache meiner Schmerzen ist unklar, aber dass eine Entzündung besteht, scheint klar. Meine Befürchtung, dass die Sache wie beim ersten Mal endet (Implantat verabschiedet sich von alleine des Nächtens) habe ich nach wie vor.
Schmerzen sind heute, Sonntag 9.11. langsam und wechselnd etwas besser. Klopfen am 1er aber spüre ich nach wie vor. Implantatgebiet am oberen Bereich im Kiefer bzw lippenseitig sehr empfindlich, nicht aber "unten" bei der Implantatstelle im Zahnfleisch.
Mein implantierender Arzt meinte, das Implantat solle unbedingt drinnen bleiben. Wie alle anderen auch bestätigt haben, sitzt es perfekt, nichts perforiert etc. Wenn es möglich ist, solle man es erhalten. Er war auch der einzige, der den 1er - richtig - in Schutz nahm.
Seine antibiotische Medikamentierung und die Ursachenforschung ist aber wohl mangelhaft. Überhastet möchte ich das Implantat nicht herausholen lassen. Erhaltung wäre das primäre Ziel.
Ich bin müde, "geschlaucht", körperlich kaum belastbar. Und nervlich mittlerweile auch angeschlagen. Die letzten 3 Jahre (mit 6 Knieoperationen, einer schweren Schulterverletzung, einem unfallbedingt schwer verbrannten Fuß und div anderer Folge-Probleme in Fuß und Schienbein) sind zuviel gewesen. Dazu beruflicher Stress als Selbständiger.
Meine Fragen:
- Welche Rolle spielt der 1er - und vor allem warum?
- Muss der 1er entfernt werden?
- Kann man die Entzündung (Beinhautentzündung?) überhaupt behandeln, wenn das Implantat erhalten bleibt?
- Können die Schmerzen wiederkommen, sobald die Antibiotika abgesetzt werden (also die Ursache nicht beseitigt sein sollte)?
- Soll das Implantat schnell operativ entfernt werden?
- Macht ein dritter Implantatversuch in zB 6 Monaten Sinn?
- Was ist von umstrittenen Titanunverträglichkeiten bzw Tests zu halten?
- Was ist von Keramikimplantaten zu halten?
Vielen Dank!
Michael Wagner

am 09.11.2014:

Hallo Michael,
das sind viele Fragen auf einmal. Veilleicht findest Du ein paar Antworten unter Schmerzen nach Implantation

Gruß
Dr. Schweppe
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